Die Disc-Produktion in der EMI-Gruppe

Die Produktion der Compact Disc wurde ja zunächst ausgelagert an die zu dem Zeitpunkt verfügbaren Dienstleister. Die EMI-Gruppe war sehr spät in den Markt eingestiegen, weil dort zum Start niemand so richtig an den Erfolg der CD glaubte. Als dann die Entscheidung gefallen war, auch den Markt der Tönträger auf Silberscheibe zu bedienen, erfolgten die Produktionen vorrängig bei der PolyGram in Hannover. Aber auch ICM in Diessenhofen (Schweiz) und Pilz in Kranzberg waren als Replikationsbetriebe eingebunden.
Da die weltweite Nachfrage nach Compact Disc immer weiter stieg unbd kaum Kapazitäten verfügbar waren, wurde auch bei der EMI entschieden, eigene Produktionsbetriebe einzurichten.
Und so wurde erst in Japan das bestehende Werk der Toshibs-EMI um eine CD-Produktion erweitert, aber auch in Swindon (England) kam eine Erweiterung um die CD-Produktion hinzu. Uden (Niederlande) und Jacksonville (USA) gingen ebenfalls in Produktion. Ob auch in Malton (Canada) Compact Disc hergestellt wurden, können wir derzeit noch nicht eindeutig feststellen.
 

 
 
 Swindon (United Kingdom)  •  Das Werk und die CD-Produktion
EMI Swindon
Das Werk in Swindon (UK) Die CD-Replikation
 
Dier hier zum Werk in Swindon bereitgestellten Bilder stammen aus Puplikationen und allgemein zugänglichen Unterlagen und dienen nur der historischen Betrachtung. Das Copyryht der Bilder liegt bei der EMI.
Technologisch ist das allerdings noch ein sehr frühes Stadium der Disc-Herstellung und ein zeitaufwendiges dazu. Denn der Aufbau des Vakuums brauchte in der Vakuumkammer etwa zwanzig Minuten. Denn erst im luftleeren Raum kann das "Wechselspiel" zwischen Anode und Kathode ablaufen und aus dem Target die Aluminiumpartikel zu einem Niederschlag zur Verspiegelung der CDs bewegt werden. Als dann später die Monoliner und Duoliner als Vollautomaten verfügbar waren, wurde dieser aufwendige Prozesse nicht mehr benötigt, weil dieser Schritt im Automaten mit einem kontinuierlich aufbauendem Vakuum je Disc nicht mehr erforderlich war.
Übrigens, es können auch andere Werkstoffe für die Verspiegelung verwendet werden. Neben Aluminium können es Gold, Silber, Platin. Rhodium oder ähnlich reagierende Metalle sein.
 
 
  Uden (Niederlande)  •  Das Werk und die CD-Produktion
EMI Uden Das Werk in Uden (NL) Die CD-Replikation
Aus der aktuellen Produktion haben wir nachstehene CD-Serie in den Replikationsschritten erhalten.

Muster-Produktionsserie "Joe Cocker - Live"
 
Bei der Produktion in Uden (Niederlande) ist auch für Laien erkennbar, dass sich hier einiges geändert hat. Technologisch gab es hier die separaten Vakuumkammern nicht mehr und somit war auch der aufwändige manuelle Prozess der Aufbereitung für diesen Produktionsschritt nicht mehr erforderlich. Das Sputtering fand bereits im Pressautomaten statt. Der erkaltete Spritzpressling durchlief ein aufbauendes kontinuierliches Vakuum und dort erfolte das Sputtering, also die Verspiegelung mit Aluminium (im Normalfall wird dieses Material als Ronde verwendet).
Auch die Aufbringut des Schutzlacles (Coating) erfolgte bereits im Automaten. Das hatte natürlich im Produktionsalltag den Vorteil, nur in den absoluten Reinräumen mit der extremen Schutzkleidung arbeiten zu müssen.
Die Produktion wurde mit der Markteinführung der DVD auch um entsprechende Produktionslinien ergänzt. Auch um mit Lohnaufträgen für Nachfrager außerhalb der EMI-Gruppe als Dienstleister tätig sein zu können.
 
 

 

Auch als Dienstleister dabei...

CD-Presswerke, oder überhaupt Replikationsbetriebe für alle Arten der Disc erfüllen keinen Selbstzweck, sondern müssen wirtschaftlich betrieben werden. Und das ist durch die Abhängigkeit der Nachfrage im Tagesgeschäft oft sehr schwierig.
Auch Replikationsbetriebe, die in einem Major-Konzern eingebunden sind, brauchen zur Auslastung der Maschinen und damit auch zur Beschäftigung der Mitarbeiter auch entsprechende Aufträge. Ein Presswerk ist mit der Produktion der Neuheiten und der Nachaufträge des Backkataloges nur an wenigen Tagen des Jahres ausgelastet.
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Und so bemühten sich auch die EMI-Produktionsbetriebe um Fremdaufträge. Die Produktion wurde mit der Markteinführung der DVD auch um entsprechende Produktionslinien ergänzt. Auch mit dem Ziel, für Nachfrager außerhalb der EMI-Gruppe als Dienstleister tätig sein zu können.
Diese beiden Anzeigen wurden in den USA geschaltet und sie zeigen
auch eine Layoutänderung bei der Darstellung des Firmenlogos.
 
 

 

Gute Leute werden immer gebraucht!

Sicher, alles was technisch nach einen bestimmten Standard abläuft, kann man ständig optimieren. Das fängt mit der Zulieferung von Rohmaterialien schon an, denn große Läger bedeuten auch eine nicht unerhebliche Kapitalbindung.

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Bei den Rohstoffen zur Disc-Produktion ist es insbesoindere Polycarbonat und das haben die Presswerke normalerweise in ausreichenden Mengen in Silos gelagert.
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Schwieriger wiurd es da wohl schon mit qualifizierten Fachkräften, denn die Maschinern laufen rund um die Ihr an sieben Tagen der Woche. Das bedeutet, Standzeiten wegen Störungen an den Maschinen unterbrechen nicht nur genaustens geplante Produktionsabläufe, sondern können in der Folgewirkung einen ganzen Betrieb zum Stillstand bringen.
Neben guter Wartung der Maschinen sind da auch Fachkräfte absolut unerläasslich
Und so ist es durchaus üblich, Mitarbeiter für die Schlüsselpositionen auch überregional zu suchen, die mehr können, als einfach nur ihren Job zu machen. Wir unterstellen, dass seinerzeit die Positionen erfolgreich besetzt werden konnten.
     
 

 
Ergänzende Informationen im Überblick werden noch nachgearbeitet.